CHRISTOPH MAYER / BERND KOLLER

22. August 2026 - 21. September 2026

Künstler:innen

Artists

Eröffnung der Ausstellung am Attersee

am Samstag, dem 22. August um 11 Uhr

UNDERSTORY – Das sind zwei separate Ausstellungen, in denen jeder Künstler einen neuen Werkzyklus präsentiert. Was die Ausstellungen verbindet, ist eine gemeinsame Verbindung zur Zeichenkunst und die zugrunde liegenden Wurzeln, die die individuelle Praxis der Künstler miteinander verknüpfen.

CHRISTOPH MAYER präsentiert eine Reihe neuer Gemälde. Dabei lässt er den physischen Malprozess und dessen eigene Materialität, die Richtung und den Inhalt des Bildes bestimmen. Diese neuen Gemälde enthalten nach wie vor einige Pinselstriche, Wörter und Anknüpfungspunkte an seine bekanntere Zeichentechnik, doch bei diesen Werken steht „das Nebeneinander verschiedener Malgeschwindigkeiten und Zeitlichkeiten im Vordergrund: schnelle Gesten, langsame Konstruktionen, Überarbeitungen, Unterbrechungen, nachklingende Spuren. Hier … „Zeit nicht als Thema, sondern eingebettet in den materiellen Prozess selbst.“ (CM)

Christoph Mayer studierte zunächst Publizistik, Russisch und Philosophie, bevor er Malerei an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Christian Ludwig Attersee absolvierte. Seine künstlerische Praxis verbindet malerische Präzision mit einem konzeptuellen Zugang und reflektiert Fragen der Wahrnehmung, Bildproduktion und kulturellen Erinnerung. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert, darunter in der Galerie Heike Curtze (Wien), im Kunstverein Maerz (Linz), der Galerie Feichtner (Wien), im Künstlerhaus Wien, im mumok (Wien), im Kunsthaus Bregenz, in der Baumwollspinnerei (Leipzig), im Lentos Kunstmuseum (Linz) sowie in der Galerie Petra Seiser.

BERND KOLLER Den Kern dieser Ausstellung bildet die 12-teilige Grafikmappe Mycel.

Der Dialog zwischen Mensch und Natur steht im Zentrum von Bernd Kollers künstlerischem Schaffen. Wie Pilze braucht auch Kunst bestimmte Bedingungen, um gedeihen zu können. In dieser Analogie verstanden, ist das Mycel der verborgene, verletzliche Teil des künstlerischen Prozesses – ein weit verzweigtes Geflecht, das im Verborgenen wirkt und dennoch alles miteinander verbindet. Auch die rätselhaften Spuren des Buchdruckerkäfers erscheinen als eine gemeinsame Sprache der Natur und werden zu einem wiederkehrenden Motiv in Kollers Arbeiten. In der Ausstellung treten Grafiken und keramische Objekte in einen Dialog und entfalten verschiedene Ebenen einer Idee, die sich von der Fläche in den Raum und wieder zurück bewegt.

Bernd Koller, 1971 in Schwarzach im Pongau geboren, studierte von 1989 bis 1995 Malerei bei Arnulf Rainer an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seine künstlerische Praxis wurde maßgeblich durch internationale Studienaufenthalte geprägt, die ihn nach Paris, Chicago, China, Yogyakarta (Indonesien) und Varanasi (Indien) führten. Seine Begegnungen mit vielfältigen Kulturlandschaften, Materialien und handwerklichen Traditionen haben seine künstlerische Praxis erheblich erweitert und seine Auseinandersetzung mit natürlichen Prozessen, organischen Strukturen und den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt vertieft.

Bernd Koller

geb. 1971 in Schwarzach im Pongau

1989 – 1995 Studium der Malerei bei Arnulf Rainer an der Akademie der Bildenden    Künste, Wien

Preise und Studienaufenthalte:

2001 Förderungspreis der Bauholding

2006 Georg-Eisler-Preis für Malerei

1996 Studienaufenthalt in Paris (Stipendium der Salzburger Landesregierung )

2008 Studienaufenthalt in Chicago (Stipendium der Salzburger Landesregierung )

2012 Studienaufenthalt in China (Stipendium der Salzburger Landesregierung)

2014 Studienaufenthalt in Yogyakarta/Indonesien (Stipendium der

        Salzburger Landesregierung)

2016 Studienaufenthalt in Varanasi, Indien (Stipendium der Salzburger Landesregierung und des Österreichischen Kulturforums, New Delhi)

2018 / 2019 3 – monatiger Studienaufenthalt in Yogyakarta / Indonesien

Bemerkungen zu  Christoph Mayers Bildwelt

Obwohl die miteinander vermischten sanften Farben, diey ineinander dringenden feinen braunen, blauen, grauen und rosanen Farbtöne, welche subtile, malerische Farbzonen schaffen, die Linearität der Gestalten etwas relativieren und ihre zeichnerische Präzision aufzulösen scheinen, bestimmt dennoch eine durchdachte, von einer inneren Logik geprägte Bildordnung die Papierarbeiten von Christoph Mayer. 

Diese Bildordnung ist keinesfalls rigoros oder zwingend, sie verhindert auch nicht die Entstehung freier imaginärer Bereiche, welche sich innerhalb der Bildstruktur öffnen, sondern schafft eine gewisse transparente Organisation der unzähligen kleinen Elemente und visuellen Ereignisse.

Lorand Hegyi