Lucia Elena Průša und die Gruppenausstellung „Ex Libris“
am Sonntag, dem 15. November, 11 – 13 Uhr
zur Eröffnung spricht Michael Hall
Hauptgalerie:
„EX LIBRIS“ Elisabeth Penker, Cora Pongracz, Tamuna Sirbiladze und Elisabeth Bakambamba Tambwe
„Ex-Libris“ ist eine Fortsetzung unserer Präsentation auf der Art Cologne. Hier wurden die Werke neu arrangiert und erhalten zusätzlichen Raum sowie einen individuellen Kontext. Elisabeth Penkers „Dual Table Sculpture“ spiegelt ihr Interesse an der Zusammenarbeit wider und präsentiert hier Tamuna Sirbiladzes frühe Zeichnungen. Sirbiladze (1971–2016) und Penker pflegten einen engen künstlerischen Dialog, der in der lokalen unabhängigen Ausstellungsszene verwurzelt war, und stellten gemeinsam in der Charim Gallery aus. Sie wurden gemeinsam auf der Art Athina (Athen), im WIELS Contemporary Art Centre in Brüssel und in der Hussenot Gallery in Paris präsentiert. Sirbiladzes Werk wurde seitdem in posthumen Einzelausstellungen bei David Zwirner (London), Almine Rech (Brüssel) und Eva Presenhuber (Zürich) sowie in der jüngsten Retrospektive im 21er Haus / Belvedere-Museum in Wien gezeigt.
Cora Pongracz arbeitete zudem mit Künstler*innen und befreundeten Autor*innen der Wiener Gruppe, der Aktionisten und der Wiener Kunstszene der 1970er- und 1980er-Jahre zusammen und dokumentierte deren Arbeit, darunter die von Gertie Fröhlich, Martha Jungwirth, Franz West und vielen anderen. Ihre Fotografien bieten eine unverwechselbare weibliche Perspektive auf dieses überwiegend männliche künstlerische Milieu und offenbaren die sozialen Beziehungen und Räume, die die Wiener Kulturszene prägten.
Elisabeth Bakambamba Tambwe ist derzeit in der Wiener Performance- und Tanzszene aktiv und trat bereits bei ImPulsTanz, der Wiener Festwoche und im Vesch Kunstverein auf. Ihre Projekte sind transdisziplinär und kollektiv angelegt und zielen darauf ab, gemeinsame Räume zwischen Performance und den Sozialwissenschaften zu schaffen. Tambwe wurde mit dem Österreichischen Kunstpreis 2026 für Medienkunst ausgezeichnet.
In der Bibliothek: Lucia Elena Průša „Short Talk“
(geb. 1985, Deutschland) lebt und arbeitet in Wien.
Das Werk von Lucia Elena Průša dreht sich um die „Performativität von Objekten“ und untersucht die Bedingungen ihres wirtschaftlichen Umlaufs. Oft arbeitet sie mit gefundenen, geschenkten oder geliehenen Gegenständen, darunter Münzen, Schmuck, Uhren sowie Objekte aus städtischen Strukturen. Dabei überträgt sie häufig Buchbindetechniken – wie Falten, Einbinden und Laminieren – auf ihre skulpturalen Arbeiten, da diese ein präzises Verständnis der Materialien, ihrer Spannungen und Widerstände erfordern. Die Werke werden dann sorgfältig in Bezug auf ihre jeweiligen Ausstellungsorte platziert; wie sie ausgestellt werden, wird letztlich von ihrer Umgebung bestimmt.
Biografie: Průša studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien (Klasse Zobernig) und an der E.N.P.E.G. in Mexiko-Stadt. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppenausstellungen in Institutionen und Galerien gezeigt, darunter „Living and Working in Wien“ in der Kunsthalle Wien, Wien (2026); Schleuse, Wien (2025) und New Toni, Berlin (2024), Lodos Gallery, Köln (2023); Kunstraum Riehen, Basel (2023); Österreichisches Kulturforum, Berlin (2022); Museum für Angewandte Kunst, Wien (2021); Simian, Kopenhagen (2020); Essex Street / Maxwell Graham Gallery, New York (2020); 4649, Tokio (2020).
Main Gallery:
“EX-LIBRIS“ Elisabeth Penker, Cora Pongracz, Tamuna Sirbiladze und Elisabeth Bakambamba Tambwe
‘Ex-Libris’ is a continuation of our presentation at Art Cologne. Here, the works have been rearranged and given additional space and individual context. Elisabeth Penker’s “Dual Table Sculpture” reflects her interest in collaboration, here presenting Tamuna Sirbiladze’s early drawings. Sirbiladze (1971–2016) and Penker maintained a close artistic dialogue rooted in the local independent exhibition scene and exhibited together at the Charim Gallery. They were presented together at Art Athina (Athens), WIELS Contemporary Art Centre in Brussels, and Hussenot Gallery in Paris. Sirbiladze’s work has since been featured in posthumous solo exhibitions at David Zwirner (London), Almine Rech (Brussels), and Eva Presenhuber (Zurich), and the recent retrospective at the 21er Haus / Belvedere Museum in Vienna.
Cora Pongracz also collaborated with and documented artists and writer friends from the Wiener Gruppe, Aktionists and the Viennese art scene in the 1970-80s, including Gertie Fröhlich, Martha Jungwirth, Franz West, and many others. Her photographs offer a distinctive female perspective on this predominantly male artistic milieu and reveal the social relationships and spaces that shaped the Viennese cultural scene.
Elisabeth Bakambamba Tambwe is currently active in the Vienna performance and dance scene, having performed at ImPulsTanz, Wiener Festwoche and Vesch Kunstverein. Her projects are transdisciplinary and collective, seeking to invent shared spaces between performance and the social sciences. Tambwe was awarded the Österreichischen Kunstpreis 2026 for Medienkunst.